Königsbrücker Eisenbahn

EisenbahnviaduktAm 17.1. 1882 beschloss der Sächsische Landtag den Bau der Schmalspur-Eisenbahn Dresden Klotzsche - Königsbrück

Am 23. Oktober 1883 erfolgte der erste Spatenstich

1884 am 16. Oktober - festliche Einweihung der Strecke Dresden Klotzsche - Königsbrück
100 Jahrfeier des ViaduktesInbetriebnahme am 17.10.1884
Länge: 19,49 km
Stillegung: 31.03.1897 - Umstellung auf Regelspur

1885 -1895 stieg der erwirtschaftete Überschuss von 6.426,-- M auf 66.185,-- M, d.h. der Personen- und Güterverkehr auf der Schmalspurbahn stieg in 10 Jahren um mehr als das Doppelte!

Der gestiegene Personen- und Güterverkehr, die Beförderung der Militärs zum Infanterieschießplatz Königsbrück und die geplante Verlängerung der Eisenbahnlinie Königsbrück nach Schwepnitz führte dazu das 1896 der Sächsische Landtag den Umbau der Schmalspurbahn auf die Normalspurbahn und deren Fortsetzung bis Schwepnitz beschloss

Im August 1896 begannen die Umbauarbeiten mit ständiger Aufrechterhaltung des Schmalspurbetriebes

Am 12.3.1897 brannte auf dem Bahnhof Königsbrück erstmals elektrisches Licht

Am 1.4.1897 wurden alle Schmalspurfahrzeuge aus Königsbrück nach Klotzsche abgefahren, der letzte Schmalspurbahnzug verließ Königsbrück zwischen 14 und 15 Uhr. Innerhalb von 2 Stunden wurden alle notwendigen Anschlüsse zur Normalspur hergestellt (von Spurweite 750 mm auf 1435 mm)
Bereits 16.45 Uhr traf der erste Normalspurzug im Bahnhof Königsbrück ein.

Am 1. Oktober 1898 erfolgte der 1. Spatenstich zum Bau der Normalspurstrecke Königsbrück-Schwepnitz in der Aue

1898-1899 Bau der Eisenbahnbrücke. Das Pulsnitztal wurde mit einem genietetem Stahlviadukt überquert. Dieses ist 212 m lang und 14 m hoch und in einem Gleisbogen errichtet.

Zug auf dem ViaduktesAm 30. September 1899 wurde die Strecke Königsbrück-Schwepnitz eingeweiht.
Am 1. Oktober 1899 erfolgte die Inbetriebnahme.Im Februar 1914 erhält der Bahnhof Königsbrück ein neues Dienstgebäude für den Personenverkehr.

Am 2. Juni 1933 Baubeginn der Streckenverlängerung Schwepnitz Straßgräbchen - Bernsdorf und damit den Anschluss an die eingleisige Hauptbahn Kamenz - Senftenberg

Am 17.12.1934 wurde die Strecke Schwepnitz - Straßgräbchen Bernsdorf eingeweiht

1936 wird im neuen Fahrplan die kürzeste Fahrzeit Dresden-Königsbrück mit
56 Minuten angegeben

Zwischen 1939 und dem Abzug der letzten GUS-Truppen aus Königsbrück 1992 wird die Bahnstrecke verstärkt für Truppentransporte genutzt

26.9.1945 mit Bildung der Reichsbahndirektion Cottbus wechselt die Zugehörigkeit der Strecke von Dresden nach Cottbus

1956/57 Einführung von Zugmeldespeicher (ehemals Morseapparate)

1979 wird ein Gleisbildstellwerk sowjetischer Bauart installiert, damit ist eine Veränderung der Gleisanlagen notwendig, auf beiden Bahnhöfen (Bahnhof Königsbrück und Bahnhof Königsbrück Ost) wurden Ausfahrsignalen aufgestellt, Bau des Panzerladegleises

1982/83 Einstellung des Eisenbahnbetriebes mit Dampflokomotiven, der Reisezugverkehr wurde bereits ab 1972 schrittweise mit Dieselloks durchgeführt

Zug Bahnhof6. Oktober 1984 Sonderzugfahrt anlässlich des 100jährigen Bestehens der Strecke Klotzsche - Königsbrück. Wegen der unmittelbaren Nähe der in schlechtem Zustand befindlichen Kaserne durfte der Sonderzug nicht in Königsbrück-Bahnhof halten, und wegen der einfachen Kohleentnahme durch Soldaten der Roten Armee auch nicht im Bahnhof Königsbrück-Ost

Bahnhof1.4. 1996 Schließung der Fahrkartenausgabe auf dem Bahnhof Königsbrück

Am 24. Mai 1998 fährt der letzte Personenzug von Königsbrück nach Straßgräbchen

10. September 1999 Eröffnung der Übergangsstelle Bus/Bahn am Bahnhof

Oktober 1999 100 Jahre Eisenbahnstrecke Königsbrück-Schwepnitz,
100 Jahre Eisenbahnviadukt

zusammengetragen U. Steckel Ortchronist