Ein kurzer Überblick über die Geschichte
unserer Stadt und ihre derzeitige Situation
Königsbrück mit den Ortsteilen
Gräfenhain und Röhrsdorf wird als das "Tor zur Westlausitz"
bezeichnet und wurde 1248 erstmals urkundlich als
"Kunigensbruk"
erwähnt.
Die Entwicklung der Stadt ist eng mit der des Schlosses und der
Standesherrschaft verknüpft.
Wo die "Hohe" Straße die Pulsnitz
querte, entstand an dieser wichtigen Furt schon
frühzeitig eine
Straßenburg, aus der sich später die Schlossanlage entwickelte. Die
Geschichte des Schlosses läßt sich bis zum Jahre 1355 zurückverfolgen,
als es durch den Sechsstädtebund zerstört wurde (nicht urkundlich
belegbar).
Gegenüber der
Schloßanlage entstand das Städtchen Königsbrück mit seiner nunmehr
über 400jährigen Hauptkirche.

Die Pulsnitz bildete zur Zeit der Stadtgründung
den Grenzfluss zwischen der Mark Meißen und der Oberlausitz, die dem
Königreich Böhmen unterstand. Viele Jahrhunderte hindurch war
Königsbrück eine Handwerkerstadt, die besonders vom Töpfer- und
Schuhmacherhandwerk geprägt war.

Ende des 19. Jahrhunderts begann eine
bescheidene Industrialisierung und die Anbindung an das Eisenbahnnetz.
Parallel dazu entwickelte sich Königsbrück
zu einer kaiserlichen Garnisonsstadt.
3 Kasernenanlagen und ein
Truppenübungsplatz sollten für 99 Jahre unsere Stadt dominieren.
Handel, Handwerk und das Gaststättengewerbe profitierten davon.
Die
Übernahme der militärischen Anlagen durch die "Rote Armee"
nach 1945 hatte allerdings erheblich negative Auswirkungen auf die
Entwicklung der Stadt
und ihrer Region, so das nur im beschränkten
Maße industrielle Arbeitsplätze entstehen konnten.
Mit der friedlichen
Revolution 1989 waren auch in Königsbrück umwälzende Veränderungen
verbunden. Der letzte russische
Soldat zog im September 1992 ab. Im Umfeld unserer Landeshauptstadt
stellen die ehemaligen militärischen Liegenschaften nun ein wichtiges
Flächenpotential dar. Seit 1998 arbeiten wir
intensiv unter Mitwirkung des Freistaates Sachsen an
der Aufbereitung dieser Flächen.
In den 10 Jahren der deutschen Einheit forcierten wir die Entwicklung unserer Infrastruktur.
Eine
Verbandskläranlage konnte 1995 in Betrieb genommen werden. Das
Erdgasnetz und das Telekommunikationsnetz wurde modernisiert und
erweitert. Der Anschluss der Stadt an eine neue Fernwasserleitung ist
für die Entwicklung von Königsbrück und Ortsteilen von großer
Bedeutung.
Gleichzeitig gab die Einbindung in das
Bund-Länder-Städtebauförderprogramm erhebliche Impulse für die
Stadterneuerung, die letztlich in wesentlich verbesserten
Wohnbedingungen zum Ausdruck kommen.
Auch die Modernisierung
öffentlicher Gebäude und Einrichtungen (Erlebnisbad,
Rathaus, Stadtbibliothek,
Jugend- und Freizeitzentrum,
Schulen und
Kinderbetreuungseinrichtungen) und die Entwicklung eines Gewerbegebietes
waren somit möglich geworden.
Nach nunmehr 60 Jahren konnte auch die
Ortsumgehung im Jahre 1998 fertig gestellt werden, genau in dem Jahr, in
dem unsere Stadt den 750. Jahrestag ihrer ersten urkundlichen Erwähnung
feierlich begangen hat.
Königsbrück ist im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft mit
Laußnitz und Neukirch auch Verwaltungszentrum der
Region. Die wirtschaftliche Entwicklung wird künftig Schwerpunkt der Arbeit
der Stadtverwaltung sein. Die Bürger dieser Stadt haben allen Grund, stolz
auf das Erreichte zu sein und auch weiterhin mit Optimismus ans Werk zu
gehen.